Nun seh' ich wohl, warum so dunkle

Now I see well why with such dark flames

 

Gustav Mahler (1860–1911)

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Nun seh' ich wohl, warum so dunkle Flammen

Ihr sprühtet mir in manchem Augenblicke.

O Augen!

Gleichsam, um voll in einem Blicke

Zu drängen eure ganze Macht zusammen.

Doch ahnt' ich nicht, weil Nebel mich umschwammen, Gewoben vom verblendenden Geschicke,

Daß sich der Strahl bereits zur Heimkehr schicke,

Dorthin, von wannen alle Strahlen stammen.

Ihr wolltet mir mit eurem Leuchten sagen:

Wir möchten nah dir bleiben gerne!

Doch ist uns das vom Schicksal abgeschlagen.

Sieh' uns nur an, denn bald sind wir dir ferne!

Was dir nur Augen sind in diesen Tagen:

In künft'gen Nächten sind es dir nur Sterne.

Now I see well why with such dark flames
 your eyes sparkled so often.
 O eyes!
 It was as if in one full glance
 you could concentrate your entire power.
 Yet I did not realize - because mists floated about me,
 woven by blinding fate -
 that this beam of light was ready to be sent home
 to that place whence all beams come.
 You would have told me with your brilliance:
 we would gladly have stayed near you!
 But it is refused by Fate.
 Just look at us, for soon we will be far!
 What to you are only eyes in these days -
 in future nights shall be stars to us.

    Friedrich Rückert (1788–1866)